NEU AM START

Rollt leider noch nicht durch das Hongkong der Corona-Zeit. Aber spannend ist der Entwurf des dort niedergelassenen Italieners Andrea Ponti allemal – und der Babyelefant fährt mit. Denn ein Entwurf für eine selbstfahrende Tramway setzt im Inneren auf Social Distancing.
Worte Jürgen Hoffmann Bilder Hersteller

Mit Transportation Design kommt die Welt ein kleines Stück weiter: Die aktuellsten Mobility-Ideen lassen User übers Wasser radeln, mit dem Auto verschmelzen und bitten in die autonome Tramway.

Einen Denkfehler machen Interessenten des weltweit ersten E-Wasserbikes gerne. Denn einfach am Ufer entlangradeln, um dann im Stil eines Amphibienfahrzeugs den spontanen Abzweiger quer über den See oder gar die Meeresbucht zu nehmen, weil man so schneller beim Mittagessen oder an seinem Lieblingsbadeplatz ankommt – das schafft das Manta5 nicht. Es ist leider „nur“ ein Wasserfahrrad, keines, mit dem man an herkömmlichen Radrouten cruisen kann, denn dann sind Bauteile wie die Tragflächen im Weg. Aber das strebten die neuseeländischen Entwickler des ersten Batterie unterstützten Wasserfahrrades der Welt auch gar nicht an – die ansonsten alles richtig gemacht hatten. Acht Jahre feilten der Unternehmensgründer Guy Howard-Willis und der Fahrraddesigner Roland Alonzo am Prototypen herum, bis eine finale Lösung gefunden war. Sie verbauten eine wasserdichte IP68-Batterie und den 460-Watt-Elektromotor, ferner Aluelemente aus dem Flugzeugbau für den Fahrradrahmen sowie Tragflächen auf Carbonbasis, was sich in Summe anhand eines nur 28 Kilo leichten Vehikels niederschlug. Eine ideale Trainingsstätte fand sich mit der Heimat Neuseeland ohnehin – dessen wasserreiche Natur von Anfang an herausstrich, was das „Manta5“ so draufhat. Mit etwas Übung kann man sogar gegen die Strömung von Flüssen radeln, sicher aber über offene Meeresbuchten, mit Spitzengeschwindigkeiten von elf Knoten oder – für Nicht-Seebären – von über 19 km/h, was Segeln bei leichtem bis moderatem Wind entspricht. Nach fünfzehn starken Pedaltritten stellt sich dann der Tragflügelboot-Effekt ein, eine Art Schweben über Wasser, wobei die ersten Nutzer die Manövrierfähigkeit des „Manta5“ mit jener eines Mountainbikes vergleichen – besonders genussvoll bei aufgeladener Batterie, was eine Stunde Fahrzeit erlaubt. Alles richtig gemacht, das inkludiert hier auch die Vermarktungsstrategie der genialen Produktentwicklung.

Lust auf mehr? Den gesamten Artikel finden Sie in MUTBOARD & VOGEL Ausgabe Sechs. Weiterlesen …
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